18.10.2018  Druckansicht von www.eberswalde.de

Aktuelles

Der süße Brei – eine Ausstellung über das Wachsen

Die nächste thematische Sonderausstellung des Eberswalder Kulturamtes bedient sich eines märchenhaften Titels, um das Thema Nachhaltigkeit prägnant zu vermitteln. Am 7. September 2018 eröffnet die Schau „Der süße Brei“ im Zentrum für Erneuerbare Energien Hermann Scheer und zeigt künstlerische Projekte und Werke zum Thema Wachsen. Nachdem vor zwei Jahren der Mythos Europa im Fokus einer Ausstellung stand, geht es nun um die Themen Nachhaltigkeit und Wachsen.
Die Ausstellung wird von der Kunsthistorikerin und Geschäftsführerin der neuen Gesellschaft bildende Kunst Lilian Engelmann kuratiert. Einen Vorgeschmack auf die vierwöchige Schau gaben alle beteiligten Akteure in einem gemeinsamen Gespräch auf dem Blumenplatz vor dem Alexander-von-Humboldt-Gymnasium. „In unserer Stadt gibt es zwei Kunstwerke im öffentlichen Raum, die sich mit dem Thema wachsen beschäftigen. Das ist zum einen das Synagogen-Denkmal „Wachsen mit Erinnerung“ in der Goethestraße und zum anderen der Blumenplatz“, so Eberswaldes Kulturamtsleiter Dr. Stefan Neubacher. Der Platz vor dem Gymnasium wird am 25. August 2018 der Ort für den Prolog der Ausstellung sein. Schüler des Gymnasiums hatten sich für die Benennung des Platzes nach dem Gedicht des polnischen Autors Czeslaw Milosz eingesetzt. Um seinen Campo di Fiori wird es auch beim musikalischen Prolog gehen. Im Rahmen der Kulturreihe Guten Morgen Eberswalde wird der klingende Blumenplatz seinen Namen alle Ehre machen.
Die eigentliche Ausstellung wird sich vom 7. September 2018 bis zum 5. Oktober 2018 erstrecken. Von Dienstag bis Sonntag von 14 bis 18 Uhr werden die Werke im Hermann Scheer Haus zu betrachten sein. „Ich freue mich, dass wir wieder Gastgeber einer so tollen Ausstellung sein dürfen. Das Thema Wachstum passt perfekt in das Haus, dem Zentrum für erneuerbare Energien“, so Lothar Krüger vom Landesbetrieb Forst Brandenburg und zugleich Hausherr.
„Die Ausstellung wird keine Analyse, vielmehr eine kritische Betrachtung des Themas, auch ein visionärer Blick aufs Wachstum. Es geht zum Beispiel um die Frage des Umgangs mit Ressourcen. Wachstum ist ein Thema, das alle betrifft. Wir wachsen, die Haare wachsen – es gibt unwahrscheinlich viele Facetten bei diesem Thema und so auch verschiedenste Kunstgenres, die sich damit befassen. Diese wollen wir in der Ausstellung zeigen“, so die Kuratorin Lilian Koch-Engelmann. Sie lebt seit drei Jahren in Eberswalde und wollte eine Ausstellung machen, die zur Stadt passt.
„Zur Ausstellung bieten wir einen Rahmen, vor allem ein Bildungsprogramm an – ein Mix aus Filmen, Vorträgen und Theater“, so Dr. Stefan Neubacher. Er hofft zudem auf weitere Kontakte zur Eberswalder Hochschule für nachhaltige Entwicklung, um aktuelle Forschungsergebnisse zum Thema vorstellen zu können. Auf das Rahmenprogramm möchte das Team des Kulturamtes vor allem Lehrer aus der Region aufmerksam machen. „Wir hoffen, dass so einige Unterrichtsstunden im Hermann Scheer Haus zum Thema Der süße Brei beziehungsweise Wachstum stattfinden werden“, so der Kulturamtsleiter.
Fragen zur Ausstellung werden per E-Mail unter kulturamt@remove-this.eberswalde.de oder telefonisch unter der Nummer 03334/64410gern entgegen genommen und beantwortet.