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Abschluss Konversionsprojekt „Märkische Heide“

Zum Abschluss der Baumaßnahme – Rückbau von Gebäuden und Entsiegelung von Flächen auf der ehemaligen WGT-Liegenschaft „Märkische Heide“ trafen sich am 7. Mai 2019 zahlreiche interessierte Eberswalder Bürgerinnen und Bürger zusammen mit Bürgermeister Friedhelm Boginski, Staatssekretärin Ines Jesse vom Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung und der Landrat des Landkreises Barnim Daniel Kurth am Zugang Thomas-Mann-Straße. Ziel der Maßnahme war die Umwandlung des ehemals militärisch genutzten Gebietes der „Märkischen Heide“ zu einer bedeutenden Fläche für Maßnahmen zum Schutz, zur Pflege und zur Entwicklung von Natur und Landschaft gemäß der Darstellung des Flächennutzungsplanes verbunden mit der Integration der Fläche als wichtiger überregionaler Naherholungsbereich in die Landschaft und die Beseitigung erheblicher Gefahrenpotentiale. Vor Beginn des Rückbaus im Dezember 2017 wurde ein Gebäude im Bereich der Märkischen Heide als Sommerquartier für Fledermäuse ertüchtigt und Nisthilfen für geschützte Vogelarten angebracht. Daneben wurden vorhandene Bunkeranlagen zu funktionalen Winterquartierpotenziale für Fledermäuse optimiert. Das Eidechsenhabitat und die Waldameisennester wurden durch geeignete Maßnahmen geschützt. Während der gesamten Baumaßnahmen wurden die Abrissobjekte auf Nistgeschehen kontrolliert. Notwendige Baufeldfreimachungen durch Baumfällungen erfolgten in den Wintermonaten vor Beginn des Brutgeschehens. Insgesamt umfasste das Rückbauvolumen ca. 61.000 m³ und eine Fläche von rund 12.500 m² wurde entsiegelt. Nach der Beendigung der Rückbaumaßnahme wird nun die Fläche durch Aufforstungsmaßnahmen und der Entwicklung von Trockenrasenbereichen zu einem überregionalen Naherholungsbereich in die Landschaft integriert. Die Durchführung dieser Entwicklung übernimmt die Bundesrepublik Deutschland und das Land Brandenburg, vertreten durch den Landesbetrieb für Straßenwesen auf der Grundlage der Vereinbarung für Kompensationsmaßnahmen zur geplanten Ortsumgehung B 167. Die Baumaßnahme wurde ermöglicht durch die Gewährung von Fördermitteln durch das Land Brandenburg und der Europäischen Union im Rahmen des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung in Höhe von rund 964.000,00 EURO. Die Fördermittelgewährung basiert auf einer Schätzung der Gesamtkosten auf 1,2 Mio EURO. Auf der Grundlage der Vereinbarung über Leistungen im Rahmen eines Flächenpools im Landkreis Barnim stellte der Landkreis Barnim Mittel in Höhe des Eigenanteils der Stadt Eberswalde – max. in Höhe von 241.041,20 EURO zur Verfügung. „Durch die Fördermittel und die Beteiligung des Landkreises konnte der ehemals militärisch genutzte Bereich zu einer grünen Lunge im Ortsteil Finow umgestaltet werden und wird nun als Naherholungsgebiet der Allgemeinheit zur Verfügung stehen“, so Bürgermeister Friedhelm Boginski. Als Gesamtkosten wurden bislang rund 983.000 EURO verausgabt, wobei die endgültige Entsorgung der zwischengelagerten Abfälle noch nicht abgeschlossen ist und die Schlussrechnung sowie Fördermittelabrechnung noch aussteht.

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