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Der süße Brei – Eine Ausstellung über das Wachsen

Im Herrmann Scheer Zentrum ist seit dem 7. September 2018 „Der süße Brei – eine Ausstellung über das Wachsen“ zu sehen. Die Gruppenausstellung haben die Eberswalderin Lilian Engelmann, Kunsthistorikerin und Geschäftsführerin der Neuen Gesellschaft für Bildende Kunst,  und Isabelle Meiffert, Autorin aus Berlin, kuratiert. Zu sehen sind Arbeiten von insgesamt 12 Künstlern, die sich auf ganz unterschiedliche Weise mit dem Thema auseinander setzen. In 58 Bildern sind die verschiedensten Phasen im Leben eines Fliegenpilzes zu sehen. Ein riesiges Vogelskelett steht symbolisch für die Grenzen des Wachstums und filigrane Zeichnungen enthalten fast unsichtbare Mutationen – ebenso ein Zeichen für vielleicht nicht gesteuertes Wachsen.
„Wachstum ist ein zentraler Begriff der Gesellschaft und Wachstumsprozesse gelten in der Regel als positiv und erstrebenswert. Kinder, Pflanzen, Kapitalvermögen und ganze Volkswirtschaften wachsen. Der Mensch versucht heute nicht nur ökonomische, sondern auch natürliche Wachstumsprozesse zu kontrollieren, zu steuern und zu beschleunigen. Erst durch Krisen werden die Grenzen des Wachsens offenbar - seien es die Klimaveränderung, Gentrifizierung oder gigantische Müllberge“, so Lilian Engelmann. Ihr war es wichtig, eine Ausstellung zu kuratieren, die zur Stadt und ihren Bürgern passt.
Die Gefahr des ungebremsten Wachstums haben schon die Gebrüder Grimm in ihrem Märchen Der Süße Brei thematisiert. Der Brei, der sich auf Befehl wundersam vermehrt und die Familie auf ewig zu ernähren verspricht, gerät außer Kontrolle und droht plötzlich, eine ganze Stadt zu ersticken. Genau dieses Märchen performte Schauspieler Steffen Scheumann im Rahmen der feierlichen Eröffnung. Sogar einen „süßen Brei“ gab es als Kostprobe für die Gäste der Ausstellung.
„Die zwölf eingeladenen Künstlerinnen und Künstler setzen sich auf vielfältige Weise mit den Phänomenen des pflanzlichen, menschlichen und ökonomischen Wachsens sowie dessen Folgen auseinander“, so Isabelle Meiffert. „Von Anfang an war ich sehr gespannt auf diese Ausstellung. Das Thema passt meinem Erachten nach wunderbar zu Eberswalde, zu uns. Eberswalde ist umgeben von Wald, hier ist das Wachsen der Natur täglich zu sehen. Eberswalde ist eine wachsende Stadt, jedes Jahr können mehr Neubürger begrüßt werden. Sie kommen aus der nahen Region, aus dem Landkreis, aber auch aus Berlin und von weiter her.
Unsere Hochschule, die Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde, ist ein Grund für dieses Wachstum. Weiterer Gründe liegen in der Familienfreundlichkeit und in der kulturellen Vielfalt“, so Eberswaldes Bürgermeister Friedhelm Boginski.
Die Ausstellung „Der süße Brei“ ist im Auftrag des Eberswalder Kulturamtes entstanden, das bereits vor zwei Jahren mit der Schau „Mythos Europa“ einen Schwerpunkt setzte. Abgerundet wird die Schau durch ein vielfältiges Rahmenprogramm aus Vorträgen, Filmen und Spaziergängen:
 
Mittwoch, 19. September 2018, 19.30 Uhr
Wachsen, Wachsen, Wachsen
Ein Pecha Kucha Abend mit Kurzvorträgen, Filmclips, Musik und einem Spiel
 
Freitag, 21. September 2018, 19.30 Uhr
Provinziale zu Gast – „Georgica“ (Dokumentarfilm) von Katelijne Schrama
 
Dienstag, 25. September 2018, 19.30 Uhr
Zur Nachahmung empfohlen
Adrienne Goehler, Kuratorin, zu nachhaltiger Kunst im Gespräch
 
Freitag, 28. September 2018, 19.30 Uhr
Provinziale zu Gast – vier Dokumentarfilme
Bauangriff (D/China), Topografie einer Autobahnausfahrt (D), Sodoms Kinder (D), Wo das Gras am höchsten wächst (D / Mongolei)
 
 
Sonntag, 30. September 2018, 15 Uhr
Wasser und Wachsen
Ein Spaziergang mit Prof. Harald Schill durch den Forstbotanischen Garten
 
Dienstag, 2. Oktober 2018, 19.30 Uhr
System Error
Wie endet der Kapitalismus? (Dokumentarfilm) von Florian Opitz
 
Die Ausstellung „Der süße Brei“ ist bis zum 5. Oktober 2018 im Hermann Scheer Zentrum zu sehen. Führungen mit den Kuratorinnen sind immer sonntags und nach Vereinbarung möglich. Anmeldungen sind telefonisch unter 03334/64410 oder per E-Mail unter s.neubacher@remove-this.eberswalde.de möglich.
Die Künstlerinnen und Künstler der Ausstellung sind: Elisa Duca, Achim Riethmann, Florian Haas, Kurt Hentschläger, Anais Senli, Miriam Jonas, Sven Johne, Ina Abuschenko-Matwejewa, Julika Rudelikus, Lois Weinberger, Andreas Greiner.

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