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Über Leben in Demmin

Immer Mitte des Monats am Mittwoch ist in Eberswalde Kopfkino-Zeit. Gezeigt werden Filme, die gesellschaftliche, politische und psycho-soziale Themen in den Blick nehmen, Filme über die Jung und Alt sprechen können. Filme, die zum Nachdenken anregen. So, wie der Film „Über Leben in Demmin“, der am 16. Januar 2019 als erstes in der Filmreihe im neuen Jahr gezeigt wurde.

Im Frühjahr 1945 wird Demmin, eine kleine Stadt in Mecklenburg-Vorpommern, zum Ort einer Tragödie. Während die Rote Armee heranrückt, wächst die Angst der Bevölkerung vor dem Feind, befeuert durch nationalsozialistische Propaganda. Panik greift um sich, hunderte Einwohner sehen in einem Massensuizid das kleinere Übel. Die Bewohner springen mit Gewichten um den Bauch in den Fluss, trinken Gift oder schneiden sich die Pulsadern auf. Das schreckliche Ereignis ist im Geschichtsunterricht der DDR nicht behandelt worden, das Sprechen über die Geschehnisse war tabu. Die russische Armee sollte als Befreier, als Freund gelten. Heute versuchen Neonazis die Leerstelle zu besetzen und für ihre Zwecke zu gebrauchen. An jedem 8. Mai, dem Tag des Endes des Zweiten Weltkriegs, vollzieht sich in Demmin ein gespenstisches Ritual: Im Rahmen eines Trauermarsches marschieren Rechtsradikale schweigend durch die Stadt.

Die Zahl der Leute, die etwas über die damalige Zeit sagen können, wird immer kleiner. Die Zahl der Leute, die ihnen zuhören aber auch. Dabei gibt es viel zu erzählen.

Martin Farkas, der Regisseur des Films, hört den Menschen zu. Über einen Zeitraum von drei Jahren war er immer wieder in Demmin und hat die Stadt genau beobachtet. Überlebende sprechen zum ersten Mal über ihre Erfahrungen. Farkas erkundet, welche Spuren die Traumatisierung und das Schweigen darüber bei den nachfolgenden Generationen hinterlassen haben und wie tief sie in die Gegenwart hineinwirken.

Die Filmreihe Kopfkino gibt es seit bald vier Jahren. Initiiert wurde die Reihe, um den Eberswalderinnen und Eberswaldern Filme mit einem besonderen Bildungs- oder gesellschaftlichen Aspekt nahe zu bringen. Die Filme werden immer im Cafe im Bürgerbildungszentrum Amadeu Antonio um 15 und um 18 Uhr gezeigt. Seit 2016 wird das alternative Filmprogramm für ältere und jüngere Menschen angeboten. Auch die nächsten Filme sind sehenswert: Am 20. Februar 2019 läuft die Tragikomödie „Simpel“ über die Leinwand. Am 20. März 2019 ist das Drama „Gundermann“ zu sehen.

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