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Stolpersteinverlegung

„Was bleibt ist die Erkenntnis vieler Versäumnisse der Kirche und die Erkenntnis von Schuld. Was bleibt ist die Mahnung, Wissen aus der Geschichte nicht zur schmerzlosen und wirkungslosen Erinnerung werden zu lassen. Nur wer die Vergangenheit kennt, kann die Zukunft gewinnen.“ Diese Worte von Pfarrer Dr. Christoph Schuppan wählte Marco Trenn, Sozialarbeiter im Hospiz am Drachenkopf, für die Zeremonie der Stolpersteinverlegung. Unweit des Altenpflegeheims erinnert seit dem 17. November 2015 ein Stolperstein an Lucie Pust, eines der zahlreichen jüdischen Opfer des Nationalsozialismus.
Insgesamt acht Stolpersteine an sechs verschiedenen Orten wurden an diesem Dienstagnachmittag in Eberswalde durch Künstler Gunter Demnig verlegt. „Heute haben wir das vierte Mal Stolpersteine in Eberswalde verlegt. Weitere fünf Stolpersteine werden im kommenden Jahr folgen. Dann werden 41 sichtbare Erinnerungen in Eberswalde verlegt sein“, so Dr. Stefan Neubacher, Kulturamtsleiter der Stadt Eberswalde.
Symbolisch fand eine Zeremonie vor dem Altenpflegeheim am Drachenkopf statt. Hier wurde der Stolperstein für Lucie Pust im Beisein vieler Bürger verlegt, unter anderem waren Brigitte Heine und Josef Keil als Vertreter der Bürgerinitiative 9. November anwesend.
Marco Trenn vom Hospiz am Drachenkopf erinnerte an Lucie Pust. Geboren wurde sie am 23. Juni 1866 in Altstrehlitz in Mecklenburg. Sie war Inhaberin eines Lehrinstitutes für Schneiderei und sie heirate 1910 den Seemaschinisten Johannes Pust in Eberswalde. Seitdem lebte sie in Eberswalde. 1922 verstarb ihr Mann in Wolgast. Lucie Pust letzte Wohnstätte war das Altersheim auf dem Drachenkopf in der damaligen Donopstraße, heute Erich-Mühsam-Straße. Erblindet lebte sie in einem kleinen Zimmer in der ersten Etage. Im Januar wurde die Zahlung des Pflegegeldes eingestellt und sie musste in die Sammelstelle nach Berlin gebracht werden. Von einem Jüdischen Arbeitsheim in bei Beeskow aus wurde sie am 28. Oktober 1942 mit dem so genannten 68. Alterstransport nach Theresienstadt deportiert. Hier ist sie am 21. Mai 1944 verstorben beziehungsweise wurde ermordet.

Folgende Stolpersteine wurden am 17. November 2015 verlegt:
In Erinnerung an Lisbeth Pfingst, Breite Straße 28
In Erinnerung an Lucie Pust, Donopstraße 17 (Erich-Mühsam-Straße)
In Erinnerung an Charlotte und Gertrud Kohn, Eisenbahnstraße 10
In Erinnerung an Arthur Steinitz, Eisenbahnstraße 40
In Erinnerung an Josef und Jenny Lagro, Alsenplatz 1 (Karl-Marx-Platz)
In Erinerrung an Martha Neumeister, Brautstraße 16

Künstler Gunter Demnig verlegt den Stein persönlich.

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