Im Rathaus informierte Silke Leuschner die litauischen Gäste über das städtische Energie- und Klimaschutzkonzept.
Viele Fotos wurden beim Rundgang durch die Stadt gemacht, unter anderem vom Paul-Wunderlich-Haus.

10/29/15

Litauen interessiert sich für Eberswalder Energie- und Klimaschutzkonzept

Eine 18-köpfige Delegation aus Litauen besuchte am 29. Oktober 2015 Eberswalde, um sich über das Energie- und Klimaschutzkonzept sowie die Stadtentwicklungspolitik Eberswaldes zu informieren. Begrüßt wurden sie von Silke Leuschner, der Leiterin des Stadtentwicklungsamtes, und Klimamanager Jacob Renner.

„Wir freuen uns sehr über das Interesse, welches auch ein Stück weit Lohn unserer Bemühungen ist“, so Silke Leuschner, die seit zehn Jahren das Stadtentwicklungsamt leitet. Der Besuch wurde durch das Berliner Büro INSAR organisiert. Das Büro für Stadtplanung betreut auch ein Projekt zur energetischen Quartierssanierung in Litauen. Denn die Regierung Litauens will ein Förderprogramm zur energetischen Sanierung aufstellen. In Litauen leben zwei Drittel der Bevölkerung in Mehrfamilienhäusern, die vor 1993 in industrieller Bauweise errichtet wurden und einen hohen energetischen Sanierungsbedarf aufweisen. „Durch verschiedene Projekte zwischen der Stadt Eberswalde und dem Berliner Büro kam es zu diesem Termin“, so Silke Leuschner.

Nach einem Ausflug in die Entstehungsgeschichte von Eberswalde berichtete sie den litauischen Gästen von der großen Zerstörung der Innenstadt im April 1945 durch die deutsche Luftwaffe und dass große Teile der Innenstadt in den Jahren danach nicht wieder aufgebaut wurden. Erst die konzeptionelle Stadtentwicklungspolitik der vergangenen 25 Jahre gab Eberswalde wieder ein Zentrum und sorgte auf verschiedenen Ebenen für eine positive Entwicklung.

Im Rahmen eines energie- und klimaschutzbezogenen Stadtrundgangs wurden das Paul-Wunderlich-Haus, der Hochschulcampus mit seinem Anbau aus Holz und seiner Pelletheizung besichtigt. Vorgestellt wurde auch die Bürgersolaranlage auf dem Rathausdach und die Photovoltaikanlage auf den Michaelisgärten, die direkt Strom an die Mieter der Townhäuser liefert.

Die Delegation aus Litauen bestand aus Vertretern kommunaler Verwaltungen, aus Regierungsberatern, aus freischaffenden Architekten und Verbandsvertretern der Wohnungswirtschaften des Landes. „Sie alle interessierten sich auch für die Beteiligung von Bürgern und der ansässigen Unternehmen“, so Jacob Renner. Der Klimaschutzmanager berichtete den Gästen von den zahlreichen Beteiligungsprojekten der Stadt und der thematischen Öffentlichkeitsarbeit. Zudem konnte er auch einen ganz pragmatischen Grund benennen: Denn Energie sparen heißt auch ganz klar Kosten sparen.

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