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Borsighalle ist national wertvoll

Die Borsighalle ist ein national wertvolles Kulturdenkmal und ist nun Teil der Liste, auf der sich der Kölner Dom, das Studentendorf Berlin Schlachtensee oder die Galopprennbahn Hoppegarten befinden. Solche Denkmale bilden beispielhaft architektonische, städtebauliche, wissenschaftliche oder politische Leistungen ab.

Eine Expertenkommission im Auftrag der Bundesbeauftragten für Kultur und Medien hat die Borsighalle auf die Liste national wertvoller Kulturdenkmäler gesetzt. „Wir sind sehr froh. Die Borsighalle ist so bedeutsam, dass ihre Sanierung ab 2014 von Bund und Land gefördert wird. Immerhin ist die Borsighalle beispielgebend für die Bahnhofshallen der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts“, so Eberswaldes Baudezernentin Anne Fellner.

Die Borsighalle ist der konstruktive Vorreiter für seriell vorgefertigte Gitterbogenhallen, die auf- und abbaubar, somit transportabel sind. Dieser Bautyp ist heute noch in Berlin am Bahnhof Alexanderplatz oder in London am Bahnhof St. Pancras zu erleben.

„Die Stadt steht zu ihrer Verantwortung, die Borsighalle als Denkmal zu erhalten. Umso wichtiger ist es, dass sich der Bund und das Land daran beteiligen“, meinte Baudezernentin Fellner.  "Die Eberswalder Geschichte basiert auf der Industriegeschichte rund um den Finowkanal. Nach der Sanierung des Blechenhauses am Finowkanal, des Wasserturmes in Finow und der Entwicklung der Stadtpromenade ist die Förderung der Borsighalle der nächste Schritt.“

Durch die finanzielle Förderung kann das bereits 2011 angestoßene Stufenkonzept der Sanierung realisiert werden. Der Ausschuss für Bau, Planung und Umwelt der Stadt hatte vor drei Jahren eine Potenzialanalyse beauftragt. Unter der Federführung von Prof. Werner Lorenz, dem Leiter des Lehrstuhls für Bautechnikgeschichte und Tragwerkserhaltung an der BTU Cottbus, wurde eine eine Entwicklungs- und Sanierungsstrategie erarbeitet. „Das Stufenkonzept sieht die Sicherung der Halle vor, um die Borsighalle als eine erlebbare Skulptur zu erhalten“, fasst die Baudezernentin zusammen. Für die Realisierung sind bis zum Jahr 2019 rund 1,2 Millionen Euro nötig, der Eigenanteil der Stadt beträgt knapp 400.000 Euro. Noch in diesem Jahr soll die Halle frei gelegt werden, also Bewuchs entfernt werden. 2015 soll die Konstruktion gesichert werden und 2016 soll das marode Dach abgenommen werden. Nach den Sicherungsarbeiten soll die Halle von 2017 bis 2019 als Skulptur erlebbar gemacht werden. Dazu gehören die Ertüchtigung des Tragwerkes sowie der Wiederaufbau des Westgiebels und die Instandsetzung der Nordwand. „Die dritte Stufe trägt den Titel ,Borsighalle nutzen'. Hier sind zukünftig verschiedenste Varianten für private Investoren möglich. Diesen Schritt, also nach 2019, wird die Stadt Eberswalde vorbereiten“, so die Baudezernentin.

Die Borsighalle wurde 1848 von August Borsig entworfen. Ein Jahr später wurde sie auf dem Gelände des Borsigschen Puddel- und Walzwerkes in Berlin Moabit errichtet. 1899 wurde die Halle demontiert und in der Eisenspalterei in Eberswalde wieder aufgebaut. Hier wurde in der Halle bis 1945 Eisenschrott verarbeitet. Später wurden in der Halle Eisenrohlinge, sogenannte „Knüppel“ gelagert und anschließend als Kohlelager für das angeschlossene Gasgeneratorenhaus genutzt. Seit 1993 steht die Borsighalle leer.

Die Borsighalle am Finowkanal in Eberswalde steht seit 2014 auf der Liste national wertvoller Kulturdenkmäler.

Die Borsighalle am Finowkanal in Eberswalde steht seit 2014 auf der Liste national wertvoller Kulturdenkmäler.

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