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Landesweit einmalige Aktion des Eberswalder Museums mit der Evangelischen Kirchengemeinde Güstow

Am Anfang stand eine alte Orgel in der Kirche von Güstow (Prenzlau), die restauriert werden sollte. Am Ende steht eine in Brandenburg bisher einmalige Kooperation eines Museums mit der Evangelischen Kirchen-gemeinde Güstow.

„Bevor die Kirchenorgel restauriert werden kann, müssen zunächst die Anobien, umgangssprachlich Holzwürmer, im Inneren eliminiert werden“, so der Restaurator Eberhard Roller. Der Geschäftsführer der in Eberswalde ansässigen Akanthus Restaurierungen GmbH vermittelte aus diesem Anlass den Kontakt zwischen dem für die Güstower Kirche zuständigen Pfarramt Prenzlau und dem Eberswalder Museums, welches über zahlreiche Exponate verfügt, die ebenfalls von Schädlingen befallen sind.

Seit 2020 ist ein bewährtes Verfahren in den Museen – die Stickstoffbehandlung – nur noch mit einer Ausnahmegenehmigung möglich. Das Museum Eberswalde beauftragte daher Eberhard Roller, um die Vorbereitung einer alternativen Schädlingsbekämpfung für den Bestand an Möbel und Holzobjekten., um diese von tierischen Schädlingen zu befreien. Über das gemeinsame Ziel entstand schnell eine Zusammenarbeit. Zwischen dem Museum Eberswalde und der Evangelischen Kirchengemeinde Güstow wurde ein Vertrag geschlossen, der auch die Kostenteilung regelt und für beide Einrichtungen eine erhebliche Einsparung bedeutet.

„Es bot sich für uns die einmalige Chance, unsere Möbel und Holzobjekte in die Kirche nach Güstow zu bringen und dort von Anobien und anderem Getier zu befreien“, so Birgit Klitzke, Leiterin des Eberswalder Museums.

Über 2.500 Objekte des Museums wurden von einem Transportunternehmen bis zum 30. September in die rund 70 Kilometer entfernte Kirche gebracht. Dementsprechend voll zeigte sich die Kirche. Von Möbeln aus verschiedenen Zeitepochen, über historische Werkzeuge einer Silberschmiedewerkstatt bis hin zu Bildern mit Ansichten aus Eberswalde und der Region. Ein buntes Sammelsurium an Objekten füllte die Kirche bis zum 11. Oktober, dann begann der Rücktransport. Insgesamt sind zehn LKW-Fahrten von Eberswalde nach Güstow und wieder zurück notwendig, um die 2.500 Objekte zu transportieren und in die Kirche einzulagern und im Anschluss wieder nach Eberswalde zu bringen. Mit dem Leitspruch „Wir machen Geschichte länger haltbar“ führte die Firma Groli Schädlingsbekämpfung GmbH Dresden die Anobienbekämpfung durch. Für die Schädlingsbekämpfung wählte die Firma die Begasung. Bei diesen Verfahren wurde für rund drei Tage fluoridhaltiges, toxisches Gas in das Kirchenschiff eingeleitet. In dieser Zeit war das Betreten der Kirche strengstens verboten. Nach der Freigabe der Kirche durch die Fachfirma folgt jetzt der Rücktransport der Museumsobjekte nach Eberswalde.

Birgit Klitzke: „Eine wichtige Aufgabe unseres Museums ist das Sammeln und Bewahren von originalen Zeugnissen zur Kultur- und Naturgeschichte von Eberswalde und dem Finowtal. Mit der Schädlingsbekämpfung macht das Eberswalder Museum einen großen Schritt in Richtung Sammlungserhalt. Gleichzeitig werden die Grundlagen für künftige Restaurierungsmaßnahmen an ausgewählten Objekten geschaffen. Die gemeinsame Schädlingsbekämpfung zum Erhalt von wertvollem Kulturgut (Museums- und Kircheninventar) in diesem Umfang ist landesweit einmalig und könnte für Museen, Kirchen aber auch Restaurierungswerkstätten wegweisend sein.“

 

Pfarrerin Anne-Kathrin Krause-Hering (m.), Restaurator Eberhard Roller und Museumsleiterin Birgit Klitzke vor der Orgel.

Pfarrerin Anne-Kathrin Krause-Hering (l.), Restaurator Eberhard Roller und Museumsleiterin Birgit Klitzke

Blick in die Kirche.

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