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Eberswalde ist auf dem Holzweg – am Bahnhof entsteht ein hölzernes Fahrradparkhaus

Am Bahnhof Eberswalde wurde am Freitag, dem 5. Juni 2020, das Startsignal für den Bau eines Leuchtturm-Projektes gesetzt: Bürgermeister Friedhelm Boginski enthüllte zusammen mit dem Minister für Infrastruktur und Landesplanung, Guido Beermann, das Bauschild für das Fahrradparkhaus, welches dort innerhalb des nächsten Jahres entstehen wird.

„Eberswalde hat in den letzten Jahren viel unternommen um den Radverkehr im Stadtgebiet zu fördern und so das Verkehrsaufkommen besser zu regulieren“, so Bürgermeister Friedhelm Boginski. „Mit dem Fahrradparkhaus am Bahnhof in Holzbauweise haben wir nun ein in Deutschland einmaliges Projekt gestartet, darauf können alle Eberswalderinnen und Eberswalder stolz sein“, ergänzt das Stadtoberhaupt.

Nach den Fahrradparkhäusern in Bernau, Potsdam und Oranienburg wird das Parkhaus in Eberswalde die vierte Bike+Ride-Station in Brandenburg sein. Auch deutschlandweit ist es in seiner Konstruktionsweise einzigartig. Lediglich in Bad Kreuznach wird derzeit ein sehr ähnliches Gebäude errichtet.

Der wesentliche Vorteil des Fahrradparkhauses liegt in seiner Kompaktheit. Insgesamt 604 Räder verschiedenster Art werden hier auf engstem Raum Platz finden, darunter wird es 60 zur Vermietung bestimmte Fahrradboxen geben.

Zusätzlich erhält das Gebäude ein Gründach und in Teilflächen auch eine Photovoltaikanlage zur Eigenstromversorgung. Der erzeugte Strom wird gespeichert und bei Bedarf für Beleuchtung und das Laden der Batterien verwendet. Auf diese Weise produziert das Gebäude die Energie, die es selbst benötigt. Gleichzeitig wird mit dem Fahrradparkhaus auch die Mobilitätsscheibe „Eberswalde Bahnhof“ aufgewertet. Es schafft nicht nur zusätzliche Abstellmöglichkeiten und somit einen erleichterten Umstieg vom Fahrrad auf die Züge, sondern bringt auch Ordnung in das Bahnhofsumfeld, in welchem allzu oft Fahrräder dort abgestellt werden, wo es gerade passt – auch ohne Rücksicht auf die Mitmenschen.

Minister Beermann: „Mobilität zu sichern ist eine zentrale Voraussetzung für eine attraktive und zukunftsfähige Wirtschaft und das tägliche Leben der Menschen in Brandenburg. Mobilität ist aber mehr als Verkehr. Sie ist eine Voraussetzung, um am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. Dies greift der Stadt-Umland-Wettbewerb ‚Kooperation Eberswalde‘ auf, in dessen Rahmen das neue Fahrradparkhaus entsteht: Die Lebensqualität soll verbessert und Mobilitätsoptionen gestärkt werden. Mit dem Fahrradparkhaus verbessern wir die Möglichkeit für die Eberswalderinnen und Eberswalder, ihre Fahrräder sicher abzustellen. So können wir den Bahnhof als Umsteigepunkt auf den öffentlichen Nahverkehr stützen und gleichzeitig die Umwelt entlasten.“

Fahrräder sind aus dem modernen städtischen Verkehr nicht wegzudenken. Für kurze und mittellange Strecken sind sie nicht nur ein äußerst ökologisches, sondern auch ein gesundes Fortbewegungsmittel. Für die kombinierte Nutzung von Fahrrad und öffentlichen Verkehrsmitteln sprechen einige Vorteile. So können Fahrrad und ÖPNV zusammen ungefähr die gleiche Zeit erreichen wie Autos. „Das Fahrradparkhaus ist ein wunderbares Projekt für Eberswalde. Dass wir heute den offiziellen Startschuss geben konnten, ist das Ergebnis eines Prozesses über mehrere Jahre. Und man kann sagen – die Arbeit hat sich gelohnt“, freut sich Baudezernentin Anne Fellner.

Im Juli 2020 werden die Bauarbeiten vor Ort beginnen und bis zum Sommer 2021 abgeschlossen sein. Die Gesamtkosten des Projektes liegen bei geplanten 2,2 Millionen Euro, von denen rund 1,8 Millionen Euro vom Land bereitgestellt werden. Das Projekt ist Teil des EUI-Förderprogramms zur nachhaltigen Entwicklung von Stadt und Umland (NESUR). Von der Stadt Eberswalde werden 450.000 Euro getragen.

 

 

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