Stadt

Konzeption der Stadtjugendpflege

<font color="#006600" size="2"><b>Trägerschaft: Stadt Eberswalde<br></b></font>

<font color="#006600"><b>1. </b><b>Grundlagen</b></font>

Der Beschluss der Stadtverordnetenversammlung der Stadt Eberswalde Nr. A 3/38/02 vom 30.05.2002 zur weiteren konzeptionellen Entwicklung der Jugendarbeit in der Stadt Eberswalde beinhaltet u. a. die Empfehlung zur Installation eines Stadtjugendpflegers/einer Stadtjugendpflegerin. Den inhaltlichen Rahmen bildet auch die Studie von Korus - Beratung in Brandenburg - zur Jugendarbeit in der Stadt Eberswalde incl. des hierin entwickelten Leitbildes.

Die übergeordneten Rechtsvorschriften des KJHG sind ebenso verbindlich wie die noch zwischen dem Landkreis Barnim und der Stadt Eberswalde abzuschließende Vereinbarung zum Rahmen der Stadtjugendpflege.

<font color="#006600"><b>2. </b><b>Ziele der Stadtjugendpflege</b></font>

Stadtjugendpflege verfolgt das Ziel, einen Beitrag zur Schaffung positiver Lebensbedingungen  für junge Menschen und ihre Familien sowie eine kinderfreundliche Umwelt zu ermöglichen bzw. zu erhalten. Dazu sollen für junge Menschen Rahmenbedingungen geschaffen werden, in denen sie zu selbstbewussten und selbstständigen Menschen heranwachsen können.

Als integraler Bestandteil der Gemeinwesenarbeit trägt Stadtjugendpflege dazu bei, dass junge Menschen gerne in der Region leben, dass sie eine angemessene Ausbildung und Arbeit finden können und dass sich eine Zivilgesellschaft entwickelt, die durch individuelles, soziales, freiwilliges und demokratisches Engagement gekennzeichnet ist.

<font color="#006600">Stadtjugendpflege arbeitet prozess- und ergebnisorientiert.</font>

Stadtjugendpflege will sich am realen Nutzen für das Gemeinwesen messen lassen.

Basis für die Stadtjugendpflege ist eine kontinuierliche Arbeitsgrundlage sowie ein ständiger Evaluationsprozess.

Arbeitsschwerpunkte und Ziele unterliegen einem dauernden gemeinsamen Lernprozess mit den Trägern der Jugend- und Jugendsozialarbeit.

Stadtjugendpflege soll zum einen Bezugs- und Kristallisationspunkt für Kinder und Jugendliche darstellen und zum anderen auch Vertretung und Hilfe für Kinder und Jugendliche in den Diskussionen und Auseinandersetzungen mit politischen Gremien und den Verwaltungen sein.

Stadtjugendpflege akzeptiert Neigungen und Meinungen. Sie fördert demokratische Beteiligungsprozesse und befähigt junge Menschen damit zur individuellen Mitgestaltung. Gegenseitiges Lernen stellt hierbei ein wesentliches Merkmal dar.

<font color="#006600">Im Sinne des KJHG, besonders der §§ 1,8,9, und 11 sieht Stadtjugendpflege besonders folgende Schwerpunkte:</font>

  • Unterstützung bei bedürfnisnaher Freizeitgestaltung
  • Schnittstelle Schule und Freizeit
  • Mutmachen zum „Sich Einmischen"
  • Förderung von Eigeninitiative und Verantwortlichkeit
  • Hilfe beim Leben und Erleben demokratischer Prozesse
  • Das „Andere“ akzeptieren und respektieren

<font color="#006600"><b>3. </b><b>Aufgaben der Stadtjugendpflege</b></font>

Stadtjugendpflege ist verantwortlich für das Schaffen, Koordinieren, Bündeln und Vernetzen von Angeboten von und für junge Menschen in der Stadt Eberswalde.

Stadtjugendpflege arbeitet mit allen Kindern und Jugendlichen, die Angebote in kommunalen Einrichtungen und Einrichtungen Freier Träger sowie mobiler Angebote nachfragen bzw. wahrnehmen.

Die Arbeitsschwerpunkte liegen in der Verknüpfung und Vernetzung von Angeboten der verschiedenen Träger, in der Entwicklung neuer, bedarfsorientierter Angebote sowie in der Schaffung eines kooperativen Trägerverbundes, also vorrangig in einer gewissen Form des Managements im Stadtgebiet Eberswalde.

<font color="#006600">Im Einzelnen sind u. a. folgende Schwerpunkte zu beachten:</font>

  • Koordination der einzelnen Angebote, Doppelungen vermeiden
  • Überprüfung der Angebotsspektren und Schaffung bisher fehlender Angebotsbereiche in Zusammenarbeit mit allen Trägern
  • Schwerpunktsetzung nach Sozialräumen
  • Schwerpunktsetzung nach Schulstandorten
  • Schaffung eines kooperativen Trägerverbundes durch enge Zusammenarbeit mit allen Trägern der Jugend- und Jugendsozialarbeit im Stadtgebiet (Sozialraumkonferenzen)
  • Zusammenarbeit mit kommerziellen Anbietern, z.B. Diskotheken, Spielhallen, Internet-Cafés, Kinos etc.
  • Zielgruppenarbeit, z.B. Szenen, Aussiedler/innen, Ausländer/innen, Behinderte.

<font color="#006600">Stadtjugendpflege will dem Gemeinwesen, der Verwaltung und politischen Gremien vor allem:</font>

  • Hilfe anbieten, die besonderen Interessen- und Problemlagen der Kinder und Jugendlichen zu verstehen,
  • Vorschläge machen, wie die Lebensqualität der Kinder, der Jugendlichen und jungen Familien zu sichern und zu verbessern ist,
  • Beratung zuteil werden lassen in der Absicht, den verschiedenen Jugendkulturen und Lebensstilen mit Toleranz und Respekt zu begegnen
  • und sie beraten, wie die zur Verfügung gestellten finanziellen Mittel für Kinder und Jugendliche sinnvoll Verwendung finden können.

<font color="#006600"><b>4. </b><b>Kooperation und Koordination</b></font>

<font color="#006600">Stadtjugendpflege ist Zielgruppenarbeit. Sie arbeitet daher interdisziplinär mit allen Akteuren im Sozialraum zusammen, deren Arbeit die Zielgruppen tangiert oder beeinflusst.</font>

<font color="#006600">Insbesondere gilt dies:</font>

  • für die Beratung von Bürgermeister, Stadtverordneten,
  • Ausschüssen bezüglich der Interessen, Lebens- und
  • Problemlagen der Kinder und Jugendlichen,
  • für die Beratung der Verwaltung für Kinder, Jugendliche, Soziales, Gesundheit und der Verwaltung des Verkehrswesens und des Straßenbaus,
  • für die Kooperation und Koordination mit Jugendklubs, Jugendtreffs und zunehmend mehr mit Schulen
  • für die Kooperation mit Trägern der Jugendhilfe und Projekten
  • für die Projekte und Maßnahmen der außerschulischen Bildung, für erlebnis- und kulturpädagogische Projekte der Kinder- und Jugenderholung und der internationalen Jugendbildung

<font color="#006600">5. Qualifikation und Reflexion</font>

Reflexion in der Stadtjugendpflege ist Voraussetzung für ein erfolgsorientiertes Handeln und für die Weiterentwicklung von Konzepten.

Hierzu sind persönliche und kollegiale Reflexion im Anschluss an ein Angebot (Praxisreflexion) und zum anderen die strukturierte Zielkontrolle in Dienst- bzw. Teamgesprächen oder auch in Stadtteilkonferenzen notwendig.

Um den vielfältigen Anforderungen des Arbeitsfeldes immer besser gerecht  werden zu können, sind für Jugendmanager/innen Fort- und Weiterbildungen notwendig.

<font color="#006600">6. Handlungsfelder der Stadtjugendpflege</font>

  • Projekte der Betroffenenbeteiligung mit Kindern und/oder Jugendlichen
  • Unterstützung selbstorganisierter Jugendarbeit
  • Finanzierung von Projekten selbstorganisierter Jugendarbeit
  • Beiträge zur kreislichen Jugendhilfeplanung
  • Beratung im politischen Raum
  • Beratung der Verwaltung
  • Sozialraumkonferenzen
  • Beratung freier Träger

<font color="#006600"><b>7. </b><b>Die Stadt Eberswalde als Träger</b></font>

Die Stadt Eberswalde ist Träger von Jugendeinrichtungen und fördert gleichzeitig freie Träger der Jugendhilfe. Die Stadtjugendpflege wird ein organisatorisches und koordinierendes Netzwerk darstellen, in dem sich Freie Träger, die Kommune sowie der Träger der öffentlichen Jugendhilfe wieder finden werden.

Jugendfreizeitarbeit und Jugendsozialarbeit in ihren verschiedenen Notwendigkeiten und Qualitätsstufen stellen ebenso ein Handlungsfeld dar wie die Arbeit an effizienteren und kürzeren Verwaltungswegen.

Stadtjugendpflege wird auch Teamarbeit sein, wobei sowohl der sozialpädagogische Bereich wie auch der Bereich des Sozialmanagements entsprechend bedient wird.

Es wird in einem festgelegten Rhythmus der Stand des Evaluationsprozesses dokumentiert, wobei diese Dokumentation gleichfalls Verknüpfungen zu anderen Handlungsfeldern wie z.B. „Soziale Stadt", LOS, E & C usw. darstellen soll.

Eine integrative und vernetzende Verfahrensweise ist hierbei unabdingbar, fördert den Informationsstand bei allen Akteuren und bringt mehr Transparenz in das Aufgabenspektrum.

Die Stadt Eberswalde wird gleichzeitig über die entsprechenden Fachausschüsse sowie die Stadtverordnetenversammlung selbst das Thema in regelmäßigem Rhythmus beraten bzw. informativ zur Kenntnis nehmen.

 

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