Klimaanpassung und Entsiegelung im Brandenburgischen Viertel: Mehr Grün für bessere Wohnqualität
Im Rahmen eines Erschließungsvertrages mit der Stadt Eberswalde setzt die Situs GmbH im Brandenburgischen Viertel Maßnahmen zur Klimaanpassung und Verbesserung der Wohnqualität um. Die Maßnahmen stehen im Zusammenhang mit der Entwicklung des Bebauungsplans Nr. 442 „Hufnagelquartier“. Da hierbei neu versiegelte Flächen entstehen, werden Entsiegelungen im Brandenburgischen Viertel vorgenommen, um den ökologischen Ausgleich sicherzustellen. So werden Hitzeinseln reduziert und das Mikroklima im Viertel deutlich verbessert. Die Maßnahme umfasst die gezielte Umwandlung versiegelter Flächen in Grünbereiche sowie die Anlage von Mulden zur Regenwasserversickerung und Grünstreifen entlang der Straßen.
Das Konzept zur Entsiegelung wurde im Rahmen des Energie- und Klimaschutzkonzeptes entwickelt und im Juni 2021 dem Fachausschuss vorgestellt. Ziel ist es dabei, städtische Flächen nach dem Schwammstadt-Prinzip nachhaltig zu entsiegeln, um unter anderem Starkregenereignisse besser zu bewältigen, das Niederschlagswasser vor Ort zu speichern oder versickern zu lassen.
Durch diese Maßnahmen werden ökologische Funktionen gestärkt und die Aufenthaltsqualität für Anwohnerinnen und Anwohner spürbar erhöht.
Die Arbeiten beginnen am Montag, dem 4. Mai 2026 und sollen voraussichtlich bis zum Freitag, dem 19. Juni 2026 abgeschlossen sein. Dabei werden die Flächen in mehreren Abschnitten entsiegelt und naturnah gestaltet: vom Umbau von Gehwegen über die Schaffung von Entwässerungsmulden bis hin zu Grün- und Waldflächen, zum Beispiel um den Parkplatz Gubener Straße.
Im Zuge der Entsiegelung wird auch die vorhandene Anzahl an Stellplätzen (im Maßnahmenbereich) angepasst. Auswahlzählungen haben gezeigt, dass von 170 Stellplätzen nur durchschnittlich 27 regelmäßig genutzt werden. Durch die koordinierte Reduzierung bleiben ausreichend Parkmöglichkeiten für Anwohnerinnen und Anwohner erhalten, während umliegende Straßen zusätzliche Parkmöglichkeiten bieten. So bleibt die praktische Erreichbarkeit der Wohnhäuser bestehen, während gleichzeitig das Stadtviertel grüner und klimaresilienter wird.
Die Situs GmbH beginnt mit dem Rückbau der Parkflächen in der Straße Zum Schwärzesee auf der rechten Seite, von der Prignitzer Straße bis zur Schönholzer Straße. Anschließend werden Teilbereiche der Parkflächen auf der linken Seite der Straße Zum Schwärzesee, von der Schönholzer Straße bis zur Flämingstraße, zurückgebaut. Der dritte Abschnitt umfasst sieben Bereiche mit mehreren Stellplätzen in der Flämingstraße. Danach erfolgt der Rückbau des Gehweges entlang der Lausitzer Straße, auf der rechten Seite, aus Richtung Spreewaldstraße. Der letzte Abschnitt betrifft Teilflächen des Parkplatzes zwischen der Gubener Straße und der Spechthausener Straße.
Seitens der Situs GmbH wurde die Firma KORDUAN mit Sitz in Templin mit dem Rück- und Umbau der versiegelten Flächen beauftragt.
Nach der Entsiegelung der Park- und Gehwegflächen erfolgt die Neugestaltung in folgender Reihenfolge:
1. Tiefbord
2. Bankett
3. Entwässerungsmulde
4. Grünstreifen
Der entsiegelte Parkplatz an der Gubener Straße wird als Grün- oder Waldfläche angelegt.
Die Bauarbeiten erfolgen unter halbseitiger Straßensperrung und Straßeneinengung.
Alle Verkehrsteilnehmenden werden um Verständnis und die Beachtung der Verkehrseinschränkungen gebeten.
Fragen können per E-Mail an das Tiefbauamt als zuständiges Fachamt gerichtet werden: