Stadtentwicklung und Wirtschaft

Ernährung

Einen großen Teil unseres Konsums macht die Ernährung aus. Der Anbau unserer Lebensmittel ist aber auch mit verschiedensten Umweltauswirkungen verbunden. Über die Wahl der Lebensmittel besteht also auch ein Handlungsspielraum, negative Umweltveränderungen zu reduzieren.

Konkret bedeutet das: regionale und saisonale Produkte, Produkte aus biologischem Anbau und fleischarm einzukaufen.

Regional und Saisonal
Der Import von Lebensmitteln aus dem Ausland verursacht einen hohen Energieaufwand, insbesondere für den Transport. Eine Kost auf regionaler und saisonaler Basis mindert somit die Umweltauswirkungen des Lebensmitteleinkaufs. Neben den positiven Effekten für die Umwelt ist eine regionale Versorgung auch gut für die wirtschaftliche Entwicklung der Region, denn die Erzeuger vor Ort werden so unterstützt, können ihre Betriebe unter Umständen erweitern und bieten Arbeitsplätze für die Bevölkerung. Zudem besteht die Möglichkeit die Betriebe zu besuchen und sich ein Bild über die Herkunft der nächsten Mahlzeit zu machen. Erkennen kann man regionale Produkte an der Herkunftsangabe. Leider sind diese aber nicht immer aufschlussreich oder gar irreführend. Klarer informieren Siegel wie "Von Hier", "Uckermark" oder "Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin", die eine regionale Herkunft - in diesem Fall aus Brandenburg - bescheinigen.

In Eberswalde werden regionale Produkte im Regional-Laden, im Bioladen sowie in einigen Supermärkten angeboten.

Biologischer Anbau
Konventioneller Anbau von Lebensmitteln geht mit hohem Energie- und Ressourcenaufwand für Düngemittel und Pestiziden einher. Weiter kommt hinzu, dass der Einsatz dieser Stoffe Umweltprobleme wie Gewässerbeeinträchtigungen, Bodenverschlechterungen oder auch das Bienensterben verursachen kann. Ganz unproblematisch sind diese Stoffe auch für den Menschen nicht. So steht das Totalherbizid Glyphosat unter Verdacht, krebserregend zu sein. Einige Händler haben glyphosathaltige Pflanzenschutzmittel deshalb schon aus dem Sortiment genommen.

Der Biolandbau, oder auch Ökolandbau genannt, wirtschaftet mit geringeren Dosen bzw. anderen oder komplett ohne Pflanzenschutzmittel oder baut die Pflanzen so an, dass sie sich gegenseitig vor Erkrankungen und Schädlingen schützen. Die Vorteile biologischer Landwirtschaft sind unter anderem:

- Klimaschutz durch den geringeren Einsatz fossiler Energie

- Bodenschutz durch bodenschonende Bewirtschaftung

- Erzeugung gesunder Pflanzen und Tiere ohne Pestizide

- Artenschutz (bspw. Bienen), durch den Verzicht auf Pestizide

Erkennen kann man Bioprodukte am besten an den Siegeln. Jedoch gilt, Bio ist nicht gleich Bio. Die unterschiedlichen Siegel stehen für unterschiedliche Anforderungen an die Produkte sowie den Umwelt- und Naturschutz. Auskunft darüber gibt der jeweilige Herausgeber des Siegels.

In Eberswalde werden Bio-Produkte im Regional-Laden, im Bioladen sowie Supermärkten und Discountern angeboten.

Einen Überblick über die Bio-Branche in der Region Berlin-Brandenburg bietet der Bio-Einkaufsführer der  Fördergemeinschaft Ökologischer Landbau Berlin-Brandenburg (FÖL) oder die Online Adressen Datenbank  des FÖL.

Beim VERN e.V., dem Verein zur Erhaltung und Rekultivierung von Nutzpflanzen in Brandenburg e.V. in Greiffenberg (Uckermark) werden übrigens alte Nutzpflanzensorten erhalten und Kartoffel, Tomate & Co. sind dort auch für den eigenen Garten erhältlich.


Fleisch
Der Fleischkonsum ist ein heikles Thema, denn niemand lässt sich gerne vorschreiben, was er oder sie zu essen hat oder nicht. Daher sind ablehnende Haltungen gegenüber Forderungen nach weniger oder gar keinem Fleisch in der täglichen Mahlzeit nachvollziehbar.
Bei sachlicher Betrachtung der Situation muss man aber feststellen, dass Fleischkonsum direkt mit dem Klimawandel und hohen Ressourcenverbrauch auf unserem Planeten zusammenhängt. Fast weltweit steigt der Fleischkonsum und diese großen Mengen müssen hergestellt werden. Das heißt die Tiere benötigen Futter, welches wiederum angebaut werden muss. Aufgrund des großen Bedarfs an Futtermitteln durch die Massentierhaltung können diese aber nicht mehr regional erzeugt werden. Die Folge davon ist, dass alternative Flächen benötigt werden und dafür wird zum Beispiel der Regenwald gerodet. Dieser ist jedoch für das Weltklima von enormer Bedeutung. Auf den leeren Flächen wird nun vorrangig Soja angebaut und nach der Ernte nach Deutschland verschifft, um hier die Tiere damit zu füttern. So hängt der Fleischkonsum direkt mit dem Klima zusammen. Und wieder gilt: Die Nachfrage steuert das Angebot. Würde also weniger Fleisch konsumiert, müsste auch kein Regenwald mehr gerodet werden.

Doch was ist die Alternative?

Vom Bauernhof um die Ecke oder im nächsten Dorf direkt erzeugtes Fleisch, bei dem man sich auch über die Haltungsbedingungen informieren kann. Biofleisch oder ganz einfach mal ohne Fleisch, denn leckere vegetarische Gerichte gibt es zu Genüge.
Mehr Informationen dazu: www.nabu.de oder www.wwf.de

Nicht nur Fleisch kann aus zertifizierter Herkunft stammen, auch beim Fisch lässt sich durch bewusstes Kaufverhalten der Überfischung von Fischbeständen entgegenwirken. Der WWF hat dazu 2018 den Einkaufsratgeber: "Fische und Meeresfrüchte" als App oder zum Download veröffentlicht.  

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